MUSIK FÜR DIE LEBENDEN

MUSIK FÜR DIE LEBENDEN
THEATER BONN
BONN
Dauer ca. 2 Stunden. Ab 14 Jahren
Regie Maxim Didenko
Musikalische Leitung: Daniel Johannes Mayr
MUSIK FÜR DIE LEBENDEN ist eine Produktion der mit dem OPER! Award 2023 ausgezeichneten Reihe FOKUS ’33 des Theater Bonn.
Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.
BESETZUNG
Blinder alter Mann Ralf Rachbauer
Ein Junge - Blindenführer Valérie Ironside (Termine)
Sofiia Kirdan (Termine)
Angelo Tae Hwan Yun
Frau mit Peitsche Manon Greiner
Solistin Jugendchor Clélia Oemus (Termine)
Sandro Tianji Lin
Silvana Katerina von Bennigsen
Lucia Ava Gesell
Marquis Giorgos Kanaris
TANZ:
Thomas Bauer (Termine)
Uri Burger (Termine)
Camilla Fiumara (Termine)
Nikos Fragkou (Termine)
Manon Greiner (Termine)
Laura Guy (Termine)
Shinnosuke Nagata (Termine)
Andrew Pan (Termine)
Aya Sone (Termine)
Victor Villareal (Termine)
KÜNSTLERISCHES TEAM
Tastendienst Jessica Rucinski (Termine)
Kinder- und Jugendchor Jugendchor des Theater Bonn
Orchester Beethoven Orchester Bonn
Musikalische Leitung Daniel Johannes Mayr
Bühne und Kostüme Galya Solodovnikova
Video Oleg Mikhailov
Licht Boris Kahnert
Dramaturgie Polina Sandler
Choreografie Sofia Pintzou
Alexander Fend
Choreinstudierung André Kellinghaus
Einstudierung Kinder- und Jugendchor Ekaterina Klewitz
Regieassistenz und Abendspielleitung Elisabeth Manduell
Studienleitung Igor Horvat
Musikalische Assistenz Chor Ana Craciun
Korrepetition Miho Mach, Jessica Rucinski, Alexander Haim Soloway
Bühnenbildassistenz Lilli Marie Bisten
Kostümassistenz Nury Stefanie Willig, Hyeli Kim, Djamilja Brandt
Inspizienz Karsten Sandleben
Die Welt ist krank, sie ächzt und stöhnt im Krieg. Die Menschen fürchten um ihre Zukunft und suchen Trost – in der Musik.
Ein blinder alter Mann bringt überlebenden Kindern das Musizieren bei. In einem Lazarett gastiert eine Truppe mit der Oper „Liebe und Schuld“ – kurz vor dem Ende schlägt ein Bombardement ein und löscht alle aus, Mitwirkende wie Publikum. Doch auch in dieser finsteren Welt führt die Musik zurück zur Hoffnung, und die Oper endet in einer chorischen Apotheose.
Die ganze Oper ist eine Parabel, die an ein mittelalterliches Mysterien- oder Passionsspiel erinnert. Kantschelis Partitur ist ein farbiger Klangteppich: dezente Musik zum Spiel, Anleihen bei populären Genres und mitunter offene Parodie auf die „Grand Opéra“. Kantscheli ist ein Meister des Chorsatzes – die Partien für Kinder- und Opernchor sind Höhepunkte der Partitur.
In seiner Reihe FOKUS ’33 gräbt das Theater Bonn wenig bekannte, selten gespielte Opern des 20. Jahrhunderts aus, die neue Wege gingen.
Gija Kantscheli (1935–2019) war ein georgischer Komponist, im Westen vor allem für seine Sinfonien bekannt, in der Sowjetunion für zahllose Film- und Schauspielmusiken. MUSIK FÜR DIE LEBENDEN ist seine einzige Oper. Das Libretto schrieb der georgische Autor und Regisseur Robert Sturua (geb. 1938). Seine Ästhetik verbindet einen Hang zum Grotesken, das Wechselspiel von Komik und Tragik und eine parabelhafte Gesellschaftskritik in der Tradition Bertolt Brechts. Uraufgeführt wurde die Oper 1984 in Tiflis, für eine Produktion 1999 in Weimar überarbeitet – seitdem war sie nicht mehr zu sehen.














PRESSE
concerti — Theater Bonn: Musik für die Lebenden (2025)
Die Deutsche Bühne — Gija Kantscheli: Musik für die Lebenden (2025)
Der Opernfreund — Bonn: Musik für die Lebenden (2025)
Opernmagazin — begeistert als groteske Dystopie (2025)
Opera Online — Wenn Kinder ihre Verwilderung in Sumerisch besingen (2025)
Auf der Bühne — Musik für die Lebenden, Theater Bonn (2025)
Online Musik Magazin — Bonn: Musik für die Lebenden (2025)
General-Anzeiger — Bonn entdeckt Gija Kantschelis Oper (2025)