DER GOLDENE HAHN

DER GOLDENE HAHN
THEATER AN DER WIEN
WIEN, ÖSTERREICH
In russischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Regie Maxim Didenko
Premiere am 22. Januar 2027, bis 2. Februar
KÜNSTLERISCHES TEAM
Musik Nikolai Rimski-Korsakow
Libretto Wladimir Bjelski, nach Alexander Puschkin
Musikalische Leitung Valentin Uryupin
Choreografie Maxim Didenko
Bühne und Kostüm Galya Solodovnikova
Künstlerisches Konzept Maxim Didenko, Galya Solodovnikova
Licht Gleb Filshtinsky
Dramaturgie Kai Weßler
BESETZUNG
Zar Dodon Günther Groissböck
Prinz Gwidon Alexey Neklyudov
Prinz Afron Dmitry Cheblykov
General Polkan Alexander Vassiliev
Amelfa Khatuna Mikaberidze
Der Astrologe Andrei Popov
Die Königin von Schemacha Liv Redpath
Der goldene Hahn Georgina Fürstenberg
»Der goldene Hahn« war Rimski-Korsakows letzte Oper, und die Zensur verstand sofort, worum es ging: Auf die Bühne kam das Werk erst 1909, ein Jahr nach dem Tod des Komponisten. Nach Puschkins Versmärchen verkleidet es eine Satire auf die Selbstherrschaft als Märchen – ein alternder Zar, von Feinden bedrängt, zwei Söhne, die nicht regieren können, und ein Geschenk des Astrologen: ein goldener Vogel, der bei jeder Gefahr kräht. Er hält das Reich genau so lange sicher, bis die Rechnung fällig wird.
Maxim Didenko liest die Oper als Parabel auf autoritäre Systeme und die virtuellen Mächte der Gegenwart – auf Technik, die Erlösung verspricht, auf gescheiterte Utopien, auf ein Volk, das am Ende ohne Herrscher und ohne Antwort dasteht.