LEWSCHA (DER LINKSHÄNDER)

LEWSCHA (DER LINKSHÄNDER)
THEATER DER NATIONEN
MOSKAU, RUSSLAND
Dauer 1 Stunde 40 Minuten
Regie Maxim Didenko
Premiere am 21. Mai 2021
FIGUREN UND DARSTELLER
Floh Diana Vishneva / Ksenia Shevtsova
Lewscha Evgeny Stychkin / Alexander Yakin
Alexander I., Nikolaus I. Gurgen Tsaturyan
Kaiserin Natalya Nozdrina / Viktoria Miroshnichenko
Platow Roman Shalyapin / Danila Gnido
Gorbatschow Vitaliy Dovgaluk
Stalin Mark Vdovin / Eduard Miller
Lenin Roman Aptekar
Raissa Maximowna Ivan Zlobin / Evgeny Skochin
Russisches Volk Nikita Belyakov
Wütendes Mädchen Ilya Bykov
Schwarze Frau Victoria Schedrina
Pianist Armen Pogosyan / Mikhail Spasibo
Violinist Ilya Movchan / Ivan Muratidi
Bratschist Vartan Darakchyan
Cellist Anton Bulkin
Klarinettist Marat Galeev / Evgeny Voloshin
Fagottist Nikita Kim / Daniil Valyukevich
KÜNSTLERISCHES TEAM
Bühne und Kostüme Maria Tregubova
Bühnenfassung Valery Pecheikin
Komposition Ivan Kushnir
Licht Ivan Vinogradov
Video Ilya Starilov
Choreografie Vladimir Varnava
Choreografie-Assistenz Maria Zaplechnaya
Notensatz Anna Shaverdyan
„Vom Genre her ist es Borschtsch, im Kern aber eine Untersuchung des Phänomens des russischen Chthonischen“ – so beschreibt Regisseur Maxim Didenko seine Inszenierung. Nach Nikolai Leskows Erzählung „Lewscha“ taucht er ins russische Unbewusste ein – jene „unterirdische irrationale Kraft“, die das Leben Russlands durch die ganze Geschichte hindurch bestimmt hat.
„Die Idee zu diesem Abend hat mir Jewgeni Mironow geschenkt. Mit der Bühnenbildnerin Mascha Tregubowa haben wir lange daran getüftelt und auf der Bühne eine Art neuronales Netz gebaut, in dem jedes Element die unvorhersehbarsten Folgen haben kann“, sagt Maxim Didenko. „Der Dramatiker Valery Pecheikin hat für Lewscha spannende Monologe geschrieben, und Leskows eigenen Text bringen wir als Bildunterschriften auf der Leinwand. Dazwischen soll echte Polyphonie entstehen.“
Wie Leskows eigenwillige Wortschöpfungen tauchen in Didenkos Inszenierung seltsame, verschachtelte Begriffe und Figuren auf, von denen jede – wie Lewscha selbst in der Vorlage – die Geschicke eines ganzen Staates beeinflussen kann. Etwa Dorfbauern, die eine „plastische Kulebjaka“ zu japanischen Haikus tanzen. Herzstück ist der stählerne Floh, abwechselnd getanzt von Diana Vishneva, Primaballerina des Mariinski-Theaters, und Ksenia Shevtsova, Solistin des Balletts am Stanislawski-und-Nemirowitsch-Dantschenko-Musiktheater. Den Meisterhandwerker Lewscha spielen im Wechsel die Theater- und Filmschauspieler Evgeny Stychkin und Alexander Yakin.
Zentrales Element des Bühnenbilds ist ein riesiger Berg (russischer) Erde, gefertigt in Spezialwerkstätten für monumentale Szenografie.
„Unsere erste Probe begann damit, dass eine Zuckerwattemaschine auf die Bühne gebracht wurde“, verrät der Regisseur. „Aus der Zuckerwatte haben wir gelockte Perücken gemacht. Und um zu verstehen, wie sich das Material bei hoher Luftfeuchtigkeit verhält, sind wir mit der Zuckerwatte auf dem Kopf vor dem Theater der Nationen spazieren gegangen und haben sie auf Haltbarkeit getestet. Diese Forschungslust und pedantische Liebe zum Detail wurden zur Stimmgabel unserer Arbeit.“
Bericht von Perwy Kanal, 2021
Bericht des Senders TVM, 2021
Video: Ilya Starilov










PRESSE
The Blueprint — «Левша» Максима Диденко (2021)
Петербургский театральный журнал — Игра в «Левшу» (2021)
Российская газета — В Театре Наций поставили «Левшу» (2021)
Афиша — Валерий Печейкин о спектакле «Левша» (2021)
Ваш досуг — «Левша» в Театре Наций (2021)
ПТЖ, Анна Банасюкевич — Между Востоком и Западом
Театр Наций — «Левша» в Театре Наций: сказ о потерянной нации